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Hans Huckebein (Wilhelm Busch)

Ökologischer Weinbau

Wir produzieren unseren "Biowein" (Ökowein) nach den strengen Richtlinien von BIOLAND und unseren eigenen, hohen Qualitätsansprüchen. Unsere meist etwas abseits gelegenen Weinbergslagen mit ihrer Kleinstruktur, mit kleinen ökologischen Nischen (Böschungen, Hecken) bieten Unterschlupf für viele Arten und sind ohne großen äußeren Einfluss, wie z.B. Abdrift anderer konventionell bewirtschafteter Weinberge.

Durch luftige Erziehung, durch entsprechende Laubarbeiten, selektioniertes qualitätsorientiertes Ausdünnen, durch mäßige organische Düngung (Mist, Kompost) und durch Spritzung mit Gesteinsmehl, Kräutertees und Algenkalk und Fenchelöl können wir den Pflanzenschutz gegen Pilze (Peronospora, Mehltau) mit Schwefel, Backpulver, Wasserglas und Kupfer gering halten.

Dank der großen Artenvielfalt in den Reben kommen wir in der Regel sogar ohne die erlaubten "biologischen" Insektizide (Bazillus thuringentis-Präparate) aus. Singvögel, Schlupfwespen und Spinnen, die natürlichen Feinde der Traubenwicklermotte und ihrer Raupen, dem Hauptschädling des Weinanbaus, werden durch Begrünungen gezielt gefördert.

Durch unsere Wirtschaftsweise, durch alternierendes Mulchen, Walzen und gezielte Bodenbearbeitung, finden sich viele selten gewordene Tierarten in und um unsere Weinberge. Neben vielen Schmetterlingsarten finden sich Ödlandheuschrecken, Gottesanbeterinnen und Goldlaufkäfer wieder ein, auch Smaragdeidechsen sind wieder vermehrt vorhanden.

Voraussetzung dafür sind blühende und samende Kräuter in und um die Weinberge. Wir unterstützen diese natürliche Begrünung durch gezielte Einsaat bestimmter Kräuter, vor allem Leguminosen. Das Ergebnis dieser Wirtschaftsweise macht sich auch in der Weinqualität bemerkbar. Niedrige Erträge und strenge ganzjährige Selektion brauchen keine kellerwirtschaftliche Manipulation.

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