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Hans Huckebein (Wilhelm Busch)

Weißweinsorten

Weißer Burgunder

Synonyme: Pinot blanc, Pinot Chardonnay, Blanc de Champagne, Pinot bianca

In der Champagne liefert diese Sorte zusammen mit dem Chardonnay die berühmten blanc de blanc-Weine. In durchschnittlichen Lagen wird er recht neutral (Sekt), an guten kalkreichen Standorten wie Löß erreicht er ein kräftigeres Bukett.

Grauer Burgunder

Synonyme: Ruländer, Tokay d'Alsace, Pinot gris, Pinot grigo, Malvoisi

Der Ruländer ist wahrscheinlich durch eine Knospenmutation aus dem Blauen Spätburgunder hervorgegangen und stammt ursprünglich aus dem Burgund. Er stellt relativ hohe Ansprüche an die Lage. Nur in guten Lagen wächst er zu einem guten Wein heran. Er liebt tiefgründige, humose Böden, besonders Löß. Auch tiefergründige Vulkanböden bringen sehr kräftige Weine mit ansprechendem Bukett hervor. Man redet im Kaiserstuhl vom "Bodengoût", also vom Geschmack des Bodens im Wein. Im Fachjargon redet man auch vom "Terroir".

Helios

Diese pilztolerante interspezifische Rebe stammt aus dem Freiburger Weinbauinstitut. Interspezifisch bedeutet eine Kreuzung zwischen Arten, d.h. es wurden amerikanische (Vitis riparia, V.rupestris, V.berlanderi)oder gar asiatische Arten (V.amurensis) mit der Europäerrebe (V.vinivera) gekreuzt.(natürlich ohne Gentechnik!) Mit mittelhohen Mostgewichten, guter Ertragsstruktur und feiner leicht bukettierter Frucht ist sie eine tolle Bereicherung unseres Sortiments. In Blindverkostungen schneidet diese Sorte immer hervorragend ab. Sie ist auch mein favorisierter Weißwein. Freuen Sie sich auf unseren ersten Wein ab dem Jahrgang 2006.

Johanniter

Diese pilztolerante Interspezifische Rebe stammt aus dem Freiburger Weinbauinstitut. Mit hohen Mostgewichten, guter Ertragsstruktur und feiner rieslingähnlicher, manchmal auch an Burgunder erinnernde, kräftiger Frucht ist sie eine der vielversprechendsten weißen Neuzuchten.

Müller-Thurgau

Synonyme: Riesling x Silvaner, Rivaner

Der Müller-Thurgau ist die in Deutschland am meisten angebaute Rebsorte. Er wurde 1882 von Prof. Dr. H. Müller aus dem Kanton Thurgau (Schweiz) an der damaligen königlichen Lehranstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau in Geisenheim/Rheingau gezüchtet. Recht anspruchslos an Lage und Klima bringt sie fruchtige muskatbetonte Weine mit angenehm milder Säure hervor. Seine Lagerfähigkeit ist dadurch etwas geringer.

Phönix

Diese pilztolerante Artenkreuzung (Interspezifische) wurde, wie auch der Regent, im Geilweilerhof bei Landau in der Pfalz gezüchtet. Eine recht anspruchslose Sorte mit großen Beeren und fruchtigem Bukett bei etwas niedriger Säure. Sie wird bei uns vor allem als Tafeltraube und zur Herstellung von Traubensaft verwendet.

Riesling

Synonyme: Weißer Riesling, Moselriesling, Rheinriesling, Klingelberger, Riesling blanc, Riesling renano bianco, White Riesling

Die berühmteste Rebsorte überhaupt. Deutschland vedankt ihr den Weltruhm seiner Weine. An die Lage stellt der Riesling die höchsten Ansprüche, nicht jedoch an den Boden. Er gehört zu den spätreifenden Sorten und benötigt vor allem eine lange nicht zu heiße Vegetationszeit. Bereits bei recht niedrigen Mostgewichten (60-70° Oechsle) ergeben sich beachtliche Weine. In sehr guten Lagen erreicht er Mostgewichte über 80° Oechsle bei recht hoher Säure. Am Kaiserstuhl sind Mostgewichte bis 90° und mehr keine Seltenheit. Die Weine probieren sich fein rassig, mit Pfirsich oder Aprikosennoten, manchmal Südfrüchten, manchmal nussig bei langanhaltendem Abgang. Unsere Rieslinge sind für gewohnte Rieslingtrinker fast zu mild in der Säure. Diejenigen, denen Rieslinge normalerweise zu sauer sind, sollten einmal die Kaiserstühler probieren!

Silvaner

Synonyme: Grüner Sivaner, Östereicher, Frankenriesling, Silvana, Grüner Zierfandel, Gros Rhin, Silvain vert, Gentil vert, Picardon blanc, Gamay blanc, Clozier

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war der Silvaner die wichtigste in Deutschland angebaute Rebsorte. Leider wird sie immer mehr verdrängt. Seine Herkunft ist noch nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich stammt er aus Transsilvanien (Rumänien) von der an der Donau heimischen Wildrebe (Vitis vinifera ssp. caucasica) ab. An die Lage stellt er nicht ganz so hohe Ansprüche wie der Riesling, seine Bodenansprüche sind etwas höher. Bei hohen Erträgen werden die recht neutralen Weine grasig, in guten Lagen werden bei entsprechend niedrigem Ertrag Spitzenweine mit angenehmer Säure erzielt. Diese passen hervorragend zu feinen Speisen mit mildem Aroma.

Solaris

Diese stark pilztolerante Interspezifische Rebsorte stammt aus dem Freiburger Weinbauinstitut. Mit sehr hohen Mostgewichten (über 100° Oechsle), guter Ertragsstruktur und feiner, würziger Frucht ergibt sie vielversprechende Weißweine. Bei geringem Ertrag sind auch Süßweine, wie der Sauterne, zu erzielen. Durch seine frühe Reife, Ende August bis Mitte September, ist er auch ein hervorragender Lieferant für Neuen Süßen.

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