
Nachhaltigkeit
Man schätzt, dass täglich 130 bis 150 Arten aussterben. Die Ursachen sind vielfältig. Neben dem menschlich verursachten Klimawandel, der Ausbeutung der Weltmeere, der verschwenderische Umgang mit den Ressourcen dieser Welt sind auch Schadstoffeinträge durch Landwirtschaft, Verkehr etc. zu nennen. Ein kleiner Lösungsansatz um dem Artenschwund zu begegnen haben wir unter "Alte Streuobstsorten und Diversität" beschrieben.
Seit 1975 versuchten meine Eltern Annemarie und Günter Sacherer bereits so nachhaltig zu sein wie irgend möglich zum Beispiel durch Herbizid- und Insektizidverzicht, organische Düngung und zur gleichen Zeit auch vom Weinbau leben zu können. Dieser Spagat war nicht immer ganz einfach.
Spätestens mit der Gründung des Ökologischen Weingut Rabenhof im Jahre 1996 haben wir uns der Nachhaltigkeit verpflichtet. Dies bedeutet für uns: Geringer Einsatz von Pestiziden, wenig Schwefel- und Kupfergaben. Mit Hilfe unserer neuen PIWIs ist dies möglich. So können wir je nach PIWI Sorte auf ca. 85% bis komplett des sonst bio erlaubten Pflanzenschutzes verzichten.
Unsere Versuche mit Komposttees und Molkespritzungen werden wir forcieren, so dass wir möglicherweise komplett verzichten können.
Desweiteren wird bei uns nur sehr wenig gedüngt und alle paar Jahre eine artenreiche Begrünung mit Leguminosen eingesät. Zusätzliche Förderung der Biodiversität durch Anlegen von ökologischen Nischen, Böschungs- und Heckenpflege, Errichten kleiner Agroforstsysteme, Streuobstanbau und einiges mehr wie Anbringen von Nisthilfen für Vögel und Insekten, Errichten von Steinwällen und Trockenmauern, Stehenlassen von Totbäumen, Reisighaufen, alternierendes Mulchen oder gar nur Walzen unserer vielfältigen Begrünungen (auch regionaltypische) und dadurch Förderung von Insekten und Nützlingen.
Da ein ganz großer Anteil an Überseeweinen in den Nordseehäfen abgefüllt werden, könnte dieses Hin - und Hertransportieren der Weinflaschen mit Pfandsystem funktionieren, wenn man sich auf wenige Flaschenformen und Verschlüsse einigen könnte. Da dies in absehbarer Zeit nicht beabsichtigt ist und weder Weinwirtschaft noch Verbraucher dies forcieren, haben wir wiederum auf ein eigenes Pfand- und Spülsystem gesetzt. Unsere regionalen Kunden bringen uns Flaschen und Verschlüsse vorgespült zurück. So können wir vor dem Wiederbefüllen die Flaschen mit wenig Aufwand und geringer Laugenkonzentration noch einmal reinigen. Unsere Papieretiketten werden mit Hilfe von reinen Methylcelluloseether-Leim (Ökotapetenkleister bzw. Bastelleim) geklebt. Diese lassen sich ohne Probleme von der Flasche lösen. Bei Standardetiketten geht dies nur unter sehr hohem Aufwand und starken Laugen. Seit kurzem haben wir neben den bewährten Naturkorken einen neuen Verschluss eingeführt (einen Biotwister der Firma Arcor). Dieser besteht aus Maisstärke-Holzfasergemisch und hat eine inseitige Glaslinse. Diese lassen sich mehrfach verwenden. Laut Arcor ist die Co² Bilanz damit 20 fach besser wie bei Standard Alu Caps (BVS), bei mehrfacher Nutzung ähnlich nachhaltig oder sogar besser wie Kork.
1981 errichteten meine Eltern Annemarie und Günter auf ihrem Dach eine der ersten Solarthermieanlagen, erstellt durch den Solarpionier Werner Mildebrath, die bis heute das Haus (meiner Schwester und Familie) mit Warmwasser versorgt, nahezu wartungsarm! Es folgten Photovoltaikanlagen auf dem Haus im Feierabend in Oberrotweil (durch Günter Sacherer und Ute Friedrich und Beate) und schließlich eine kleine Balkonsolaranlage im Weingut in Jechtingen. Es bleibt immer noch viel zu tun. Die Renovation des alten Gebäudes in Jechtingen und Errichten einer Fotovoltaikanlage und Anschaffung eines Elektromobils sind die nächsten Projekte.... Packen wir's an!
Anbei einige Quellenangaben und weiterführende links: mitwelt.org;
Greenpeace;
IUCN (International Union for Conservation of Nature)

- Gelege des Gartenrotschwanzes in den Muscarisreben





