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Hans Huckebein (Wilhelm Busch)

Alte Streuobstsorten, Hecken, Agroforstsysteme und andere Rückzugsflächen für die Diversität


Bereits 1975 hatten wir unsere Streuobstwiesen ohne Düngung und Pflanzenschutz bewirtschaftet. Am Anfang diente die Ernte nur unserer Selbstversorgung. Mittlerweile haben wir unser Sortiment auf viele historische Sorten erweitert. Meinrad Schwörer, ein verstorbener Freund, ehemaliger Naturschutzwart und alter Wyhlwiderständler hat uns einige alte Regionalsorten vermittelt. Nach und nach haben wir einige Streuobstwiesen neu angelegt oder ergänzt und gewinnen daraus unsere Säfte, Fruchtaufstriche und Gelees.

Hintere Ellenbuch
Streuobstwiese im hinteren Ellenbuch nach der erfolgreich etablierten Wiesendruscheinsaat
Apfelsorten: Annanasrenette, Berlepsch, Bittenfelder Sämling, Bohnapfel, Boskoop (Renette von Montfort), Brettacher, Champagnerrenette, Erbachhofer, Gehers Rambur, Gewürzluike, Goldparmäne, Gravensteiner, Jakob Lebel, Kaiser Wilhelm, Kohlenbacher, Martins Kracher, Taffet, Topas, Thomasrambur, Wildapfel, Winterrambur
Birnensorten: Gellerts Butterbirne, Stuttgarter Gaishirtle, Waldkircher Williams
Sonstiges: Apfelquitte, Aroniabeere, Birnenquitte, Elzbeere, Esskastanie, Ersinger Frühzwetschgen, diverse Kirschpflaumen, Kornelkirsche, diverse Maulbeeren weiß und schwarzfruchtig, Mispel, Mirabelle Nancy, Speierling, diverse Walnüsse, Wildkirschen, Zibärtle.
Leider sind manche junge Bäume durch Trockenheit und Wühlmäuse bedingt immer mal wieder eingegangen, z.B. Orleonsrenette, Korbiniansapfel -ein von Pfarrer Korbinian Aigner während seiner Gefangenschaft im KZ Dachau gezüchteten Apfel, auch als KZ3 bekannt-, Pfirsichroter Sommerapfel. Manche Bäume wie ein großer Walnussbaum, bleiben als Totbäume stehen. Reisighaufen dienen als Unterschlupf für Igel, Smaragd- und Zauneidechsen. Unsere Streuobstwiesen werden mit dem Balkenmäher oder seltener auch mal mit dem Mulcher gemäht.
Gerhard beim Mähen im vorderen Ellenbuch
Gerhard beim Mähen der Streuobstwiese im vorderen Ellenbuch
Immer bleiben kleine Inseln oder Regenerationsstreifen stehen, in denen diverse Eigelege, und Insekten oder auch Eidechsen geschont werden.
Raupen des Tagpfauenauges
Raupen des Tagpfauenauges
Das Heu wird als Feuchteschutz in den Reben verwendet.

Gerhard bei der Heuernte
Abtransport des losen Heus

Wärmeliebende Sorten säumen unsere Weinberge:
Apfelquitte, Aprikosen, Feigenbäume, Granatäpfel, Oliven, Weinbergspfirsiche, Heckenrosen und mittlerweile auch große Wildkirschen, Feldahorn, Flaumeichen. Diese Hecken und kleine Agroforstsysteme dienen nicht nur dem Artenreichtum, sondern spenden auch Schatten.

Wespenspinne
Wespenspinne
Auch Wildbrombeeren werden gepflegt, zurückgedrängt, wieder etablieren lassen. Sie erfreuen uns mit reicher Frucht und sind übrigens ein Paradies für diverse Raubwanzenarten, welche wiederum Schadmilben vertilgen! Seit 1975 kommen wir deshalb ohne Insektizide oder Akarizide aus! Dem invasiven Probleminsekt Kirschessigfliege begegnen wir durch robuste Sorten wie Carillon und oder frühem Ernten und Vinifizierung von fruchtigen Roséweinen oder Petnat!

Probieren Sie unsere leckeren fruchtigen Säfte mit angenehmer Säure oder auch unsere Fruchtaufstriche. Unser Geheimtipp: Der durch méthod rural oder auch méthod ancestral hergestellte NaturApfelcider oder Apfelpetnat "Pomme de Paradis" und unser Pétillant naturel als Rosé "Colorature" oder als weiß Brut natur "Cado Riso"! Wer fällt um vor Lachen?!