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Hans Huckebein (Wilhelm Busch)

Der Kaiserstuhl - das Klima

Der Kaiserstuhl ist eine Wärmeinsel mit zum Teil mediterranem Charakter. Er gilt als Deutschlands sonnenreichstes Gebiet. Regenwolken, die vom Atlantik her kommen, laden ihre Fracht vor allem an der Westseite der Vogesen und am Schwarzwald im Osten ab, während im Kaiserstuhl dazwischen nur moderate Regenmengen fallen, im Osten mehr als im Westen. Aus der burgundischen Pforte im Südwesten strömt Warmluft aus dem Mittelmeergebiet in den Reingraben und damit zum Kaiserstuhl.

Blühende Kakteen am Kirreberg

Außer auf die Qualität der Weine wirkt sich dieses Klima auch auf die Fauna und Flora des Kaiserstuhls aus. So sind mittlerweile auch sehr zahlreiche Brutpaare des Bienenfressers zu finden, die als ausgestorben galten. Das letzte Exemplar wurde um das Jahr 1880 in Bickensohl erlegt. Sie galtem mit ihren roten Augen, dem bunten Federkleid und ihren außergewöhnlichen Flugkünsten als Vögel des Teufels, die zudem noch Honigbienen fressen. Seit den 90igern des letzten Jahrhunderts kommen sie im späten Frühjahr wieder aus Afrika zurück um hier in kleinen Lößhöhlen zu brüten. Hoch oben im Himmel kann man manchmal ihre Rufe hören.

Auch verschiedene Reptilien findet man hier. Neben Westlichen Smaragd-, Zaun- und Mauereidechsen kann man mit viel Geduld sogar Schlingnattern finden.



An wärmeexponierten, trockenen Stellen mit höherem Steinanteil und geringerem Bewuchs findet man zwei typische in Südeuropa heimische Heuschreckenarten: die Blauflügelige und seltener noch die Rotflügelige Ödlandheuschrecke. Ebenso typisch für den Kaiserstuhl ist die Gottesanbeterin (Mantis religiosa).

























Mantisgelege mit Traubenbeere


Mit der aus dem Rhônetal kommenden Flaumeiche, dem Diptam, Küchenschellen, über dreißig Orchideenarten und vielen anderen gedeihen hier zahlreiche seltene Pflanzenarten.